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Wo ist das Hirn?

Ehrlich. Was soll das? Wir, die, der schreibenden Zunft, wir haben doch gelernt, dass das, was wir tun, immer ein Ziel haben muss. Eine Botschaft. Einen Zweck. Warum - um alles in der Welt - weiß das nicht auch Felix Bohr, der für den Spiegel schreibt? Oder weiß er es vielleicht genau, und hat seinen unglaublich tendenziösen Beitrag genau deshalb genau so geschrieben, wie er es tat? Noch mal, und ganz langsam: nicht alle Evangelikalen (was auch immer der Einzelne darunter verstehen mag...) sind so bekloppt wie die, die Bohr beschreibt. NEIN! Das sind sie nicht!

 

Sicher. Es gibt sie, die Verirrten, die Spinner, die, die an Verschwörungen glauben und die Regierung der Diktatur beschuldigen. Aber das ist kein Kennzeichen evangelikalen Glaubens, das ist schlicht egoistisch und dumm. Wir finden solches Verhalten übrigens zum Beispiel auch außerhalb evangelikaler Gemeinden, aber da ist es sicher weniger gut geeignet für Beiträge, wie der Spiegel sie gern veröffentlicht. Herr Bohr hätte auch die Christen zitieren können, die sich sehr wohl für Behutsamkeit, Vorsicht und auf Gemeinwohl bedachtes Verhalten einsetzen. Aber das hätte ja seinem famosen Artikel die Richtung versaut. Einfach mal alle Frommen in einen Topf werfen, bisschen rumrühren und fertig ist die Sicht der Dinge. Echt jetzt? Das wäre bestenfalls noch Bildzeitungsnieveau! Felix Bohr - was haben Sie im Sinn gehabt? Informieren? Dokumentieren? Diffamieren? Vermutlich egal, oder? Sie haben Ihre Aufmerksamkeit gehabt, und ich könnte auch mit meinem Kühlschrank reden. Das Ergebnis wäre vielleicht sogar noch besser.

 

Lesen Sie doch noch mal nach, was soliden und guten Journalismus ausmacht. Achten Sie darauf, was unzulässige Verallgemeinerung ist, und lassen Sie um Gottes Willen die Finger weg von jeder Form der Manipulation. Und dann schämen Sie sich für das, was Sie da geschrieben haben im Spiegel, Herr Bohr, weil es einseitig und unwahr ist.

 

Um das klar zu machen. Ich bin Christ. Gerne sogar. Und ich halte es gern mit dem Zitat: "Gott hat uns nicht nur den Kopf gegeben, damit es uns nicht in den Hals regnet!" Dass Evangelikale heute so oft wie die Sau durchs Dorf getrieben werden liegt auch daran, dass sie sich so positionieren, wie sie es tun. In Amerika. In Brasilien. In Deutschland. Das ist superblöd, ärgerlich und zum Teil wirklich zum Kotzen. Wer es aber als Journalist nicht schafft, sauber zu differenzieren, wem es nicht gelingt, gründlich hinzuschauen und hinzuhören, dem kann nur geraten werden: Presseausweis zurückgeben und noch mal im Grundkurs beginnen. Maske auf und Klappe halten! Und den sogenannten evangelikalen Christen sei gesagt: Wenn Ihr es nicht schafft, mit der Realität des Lebens und den Herausforderungen des Alltags zurecht zu kommen und Schritt zu halten, dann geht in euch, sucht die Nähe Gottes und lasst euch Schweigen schenken! Denn in der Ruhe liegt die Kraft!

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Kommentare: 1
  • #1

    Jonathan Böttcher (Dienstag, 20 Oktober 2020 16:54)

    deinen gedanken stimme ich gerne und von herzen zu...

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