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Was ist los, Deutschland?

Nicht nur, dass ich gestern Abend bereits schlechte Laune bekam, als ich die Ankündigung einer weiteren, und wie ich finde unnötigen, Anne Will Sendung hörte; dem konnte ich mich entziehen, indem ich einfach schlafen ging. Das gilt auch für all die Plasbergs, Illners und vor allem für die Lanz´. Einfach nicht einschalten, einfach aufhören, sich Abend für Abend damit berieseln zu lassen, was die Bundesregierung alles falsch gemacht hat. Als ich heute früh dann die erste Nachrichten-App öffnete fragte ich mich, ob heute nicht eventuell der Tag ist, an dem ich sie lösche. Wieder lese ich, wie dünnhäutig und angegriffen Frau Merkel wirkt, dass sie die Krise nicht im Griff hat und wohl an ihr dann scheitern wird. Einmal möchte ich all die auf Merkels Stuhl sehen, die immer wieder genau wissen, was sie falsch macht, eine Woche lang nur, na, oder vielleicht lieber doch nicht. Denn sie wissen nur, was andere imaginär falsch machen. Wie es richtig geht, wissen sie auch nicht.

 

Ja. Ich habe Freunde in den diversen Branchen, die gerade sehr unter dem Shutdown leiden. Ja, ich verstehe nicht, warum angekündigte Unterstützung der Regierung monatelang nicht bei denen ankommt, die so dringend davon abhängig sind. Ja, ich kenne viele Familien mit kleinen Kindern, die nicht in Kitas oder Schulen gehen können und zu Hause von den Eltern betreut werden müssen. Und ich bin so froh, dass diese Eltern ihre Rolle als Eltern ernst nehmen und nicht zunächst nach dem Staat schreien, der sich gefälligst darum zu kümmern hat, dass Papa und Mama nicht mit den Kindern daheim sitzen muss, sondern sich in irgendeinem Unternehmen den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden kann. Ja. Ich weiß. So einfach ist es nicht. Aber so schwer ist es nun auch wieder nicht. Jedenfalls nicht in der Summe. Ich höre Menschen sagen: "Wir machen das Beste daraus", und das sagen sie nicht bitter, nicht zornig, nicht mit dem Finger auf andere zeigend. Das sagen sie aus Verantwortung, aus der Bereitschaft, sich den Dingen entgegenzustellen, die sie ohnehin kaum ändern können. Ja, es gäbe sicher Möglichkeiten zu Öffnungen, ja, es gäbe bestimmt Alternativen zum Shutdown-Verfahren, ja, manches läuft wirklich nicht gut, ja, ich bin absolut dafür, dass Menschen auch sagen dürfen, sollen und müssen, was nicht passt. Aber ich meine auch, es muss mit Maß geschehen, mit Weisheit und Vernunft.

 

Wohin führt uns das Gerede über die Katastrophe? Wer hat etwas davon? Wem dient es, wenn jeder Entscheid der Regierung schlecht geredet wird? Liegt das am Wahljahr? Liegt das an den sensiblen Nerven der Nation, nach dann fast einem Jahr Auseinandersetzung mit dem Coronavirus? Liegt es an der eigenen Machtlosigkeit, dem Egoismus, nichts unterstützen zu wollen, was man selbst nicht einsieht? Liegt es daran, dass die Medien die Hysterie mächtig anfeuern, in dem sie jeden Tag neue Thesen veröffentlichen, nur, damit sie etwas geschrieben haben? 

 

Wo ist unsere Entschlossenheit? Wo ist der Mut und die Kraft der Überwinder, der Gestalter und der Aufbauer? Wann haben wir uns zu Meckerern und Miesmachern entwickelt? Wann aufgehört, das Positive zu sehen und als solches zu gewichten? Bitte, Deutschland, schau hin! Sieh beides! Das Schlechte und das Gute! Das eine versuch mit Weisheit, Liebe und Geduld positiv zu verändern und nimm deine eigene Verantwortung war. Das andere halt noch, feiere, was wir haben, sprich über das Gute, nimm es und mehre es! Du kannst das! Ganz sicher, Deutschland, du kannst das. Wenn du es willst.

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Kommentare: 1
  • #1

    Klaus Kienbaum (Montag, 15 Februar 2021 13:48)

    Danke lieber Detlef für die ausführliche Beschreibung.
    Ich halte mich gerne an den letzten Absatz und versuche mit Weisheit, Liebe und Geduld vieles positiv zu sehen und feiere das was wir haben und spreche gerne darüber �
    - auch mal wieder mit Dir .

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